Theater in der Scheune

Schönwalde-Glien OT Dorf

so titelte Allgeier sein astronomisches Jahrbuch 2012.

Und die Sterne lügen bekanntlich nicht. Doch für sich selbst verdrängt man ja so gerne das eine oder andere. Und was unsere Theater-Pläne für die Saison 2012 angingen, so waren wir nach dem Erfolg mit der „Rosa Romanze“ absolut sicher. Dies umso mehr, als wir mit Birgit Moldenhauer, Britta Franke-Schütte und Petra Radlmaier-Brenneisen gleich drei neue Schauspielerinnen dazu bekamen und sich auch für „hinter der Bühne“ mit Angela Kanzler eine versierte Maskenbildnerin zu uns gesellte.

Schnell hatten wir in mehr oder weniger demokratischer Abstimmung das Stück nominiert, mit dem wir im Juni Premiere feiern wollten: „Stirb schneller Liebling“, von Hans Schimmel.

Allerdings mussten wir einige Änderungen am Stück vornehmen weil wir zum einen trotz aller Schminkkünste unserer guten Angela kein Mädchen im zarten Alter von 20 Jahren auf die Bühne gebracht hätten und auch das „Lachen“ auf Kosten einer Minderheit wollte nicht so recht passen – also musste auch hier ein anderes Genre gefunden werden. Und wie das so ist – sobald man den Stift für Änderungen zur Hand nimmt, gibt es kein Halten mehr. Das hat dann doch für etwas Unruhe gesorgt und es dauerte eine ganze Weile, bis letztlich eine Version gefunden wurde, mit der „alle leben“ konnten – auch wenn zwei am Schluss des Stücks ohnehin ins „Gras beißen“ mussten.

Wie immer – die Zeit für die Proben verging viel zu schnell. Der Premierentermin rückte näher und näher und wir taten uns schwer. Insbesondere das Ende wollte nicht so klappen, wie sich nicht nur unser Regisseur das vorgestellt hatte. Da kam es dann schon mal vor, dass die Stimmung nach der Probe ganz tief unten war und unser Günther Hornberger seine ganz Kunst aufbringen musste, uns wieder aufzurichten. Dass dann auch noch der FC Bayern München, der in dem Stück eine glorreiche Saison spielen sollte, in der rauen Wirklichkeit gleich in allen drei Wettbewerben nur das Nachsehen hatte, trug auch nicht zur Motivation bei. Wir spürten – wie die Sterne es vorhersagten – das große Beben. Doch die Premiere widerlegte alle Zweifel: Publikum und Presse waren sich einig: besser als jede Fernsehunterhaltung, mehr Spannung als bei jedem Fussballspiel der EM. Mit dem Auftrieb und dem Applaus aus der Premiere ging es dann mit großer Euphorie und der nötigen Sicherheit in die nächsten Vorstellungen. Insgesamt waren es wieder sieben – und alle bis auf den letzten Platz gefüllt.

Ein Riesenkompliment an unsere drei Neuen, die ihre Sache perfekt machten – ob nun Britta und Birgit als Auftragskillerinnen oder Petra als liebeshungrige, lebenslustige Frau in den besten Jahren – sie alle hatten den Sonderapplaus redlich verdient. Peter – der geborene Butler, englischer Prägung. Wolfgang – an ihm ist ein Multi-Handwerker verloren gegangen. Karla – „wie soll ich denn wissen was ich denke, bevor ich es gesagt habe“, Bea, unglücklich als Gattin eines Klopapierfabrikanten und Reinhold , der sich eigentlich nur für Fussball und „seine Bayern“ interessiert – doch aufpassen muss, wenn die Kaffeetassen mal wieder „tief“ fliegen. Am Schluss: Happy-End – aber nicht auf der Couch sondern im siedend heißen Ölkessel des Fegefeuers.

….und dann erst mal Pause. Kraft sammeln für die Saison 2013!  

„Mom, is there life after christmas“, fragte der junge Truthahn seine Mutter als Ende November die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen….

Yes – there is!!

So zumindest konnten wir antworten, nachdem auch die Theatersaison 2012 erfolgreich beendet war und wir uns voller Tatendrang in die Saison 2013 stürzen. Zunächst ein herzliches Willkommen unserem Jürgen Warner. Im letzten Jahr noch vor der Bühne (Vorhang). Jetzt auf der Bühne….und so sind wir wieder 10!

Und das neue Stück heißt: Für die Familie kann man nichts! Natürlich wieder von Hans Schimmel. Dem Vernehmen nach eine „rabenschwarze Komödie“…. Lassen wir uns überraschen…

 

Reinhold

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